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Geschichten aus Geschichte machen

Die Autorin Géraldine Schwarz las in der Landesvertretung Bremen aus ihrem Buch "Die Gedächtnislosen", das für den Europäischen Buchpreis 2018 nominiert ist

Die Autorin Géraldine Schwarz liest und diskutiert mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Micha Brumlik und Moderator Christoph Sodemann über ihr Buch
Die Autorin Géraldine Schwarz liest und diskutiert mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Micha Brumlik und Moderator Christoph Sodemann über ihr Buch "Die Gedächtnislosen"
© BBEE

Den Dialog der Kulturen fördern – diesen Anspruch hat das Literaturfestival globale° in Bremen und Bremerhaven. Der Frage, welche Erfahrungen uns einen und miteinander verbinden, geht auch das Werk „Die Gedächtnislosen“ von Géraldine Schwarz nach, das aktuell auf der Shortlist des Europäischen Buchpreises steht. Im Rahmen eines Soft-opening zur globale° 2018 stellte die deutsch-französische Autorin ihr Buch an diesem Mittwoch (10.10.2018) in der gut besuchten Landesvertretung Bremen beim Bund in Berlin vor.

In ihrem Roman folgt Schwarz den Spuren ihres Großvaters, der während der NS-Zeit im Zuge der sog. Arisierung die Firma von einem jüdischen Besitzer übernommen hatte und sich nach dem Krieg weigerte, Entschädigungszahlungen zu leisten. Die Autorin verwebt ihre eigene Familiengeschichte über drei Generationen mit der europäischen Geschichte. In Ländern, in denen kaum Geschichtsaufarbeitung stattgefunden hat, so Schwarz, haben Rechtspopulisten umso mehr Erfolg.

Im Gespräch mit dem Publizisten und Herausgeber der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ diskutierte die Journalistin und Dokumentarfilmerin ihre ebenso aktuelle wie provokante These in der Landesvertretung Bremen beim Bund in Berlin.

Das Gruppenbild zeigt Prof. Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler und Publizist), Festivalleiterin Libuse Cerná, Autorin Géraldine Schwarz, Moderator Christoph Sodemann und Frank Hanf (Landesvertretung Bremen in Berlin).