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Staatsrätin Hiller startet Aktion "Fairantwortung: Mehrweg statt Müllflut"

Bremens Bevollmächtigte beim Bund für Europa und Entwicklungszusammenarbeit
unterstützt umweltfreundliches Becherpfandsystem

Das Foto zeigt Staatsrätin Ulrike Hiller mit dem Cup2date-Gründer Lucian Suhrhoff und dem Geschäftsführer der Konditorei Stecker, Bernard Timphus | © BBEE, jpg, 210.8 KB
Staatsrätin Ulrike Hiller mit dem Cup2date-Gründer Lucian Suhrhoff und dem Geschäftsführer der Konditorei Stecker, Bernard Timphus
© BBEE



2,8 Milliarden Einwegbecher werden in Deutschland jedes Jahr verbraucht. Um Plastikmüll zu vermeiden, startet die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit an diesem Montag (17.12.2018) die Aktion „Fairantwortung: Mehrweg statt Müllflut“: 2.000 nachhaltige Mehrwegbecher der Studierendenfirma „Cup2date“ mit bremischen Motiven und einem Hinweis auf die UN-Nachhaltigkeitsziele kommen in Cafés und anderen Ausgabestellen im Bremer Stadtgebiet zum Einsatz. Das Prinzip ist einfach: einen Euro Pfand geben, Kaffee genießen, Becher zurückbringen, Umwelt schonen.

Den Startschuss für die Aktion gab Staatsrätin Ulrike Hiller in der Konditorei Stecker: „Einweg ist der falsche Weg. 320.000 Plastikbecher pro Stunde – allein mit der dafür verbrauchten Energie könnten wir ein Jahr lang 100.000 Haushalte in Deutschland mit Strom versorgen. Ganz zu schweigen von den 40.000 Tonnen Abfall. Mit den Mehrwegbechern von Cup2date haben wir den Umweltschutz selbst in der Hand. Machen Sie mit!“

Mehrwegbecher werden bis zu 500 Mal genutzt

Die Mehrwegbecher der Bremer Studierendenfirma „Cup2date“ werden bis zu 500 Mal genutzt und dann recycelt. Gegen einen Euro Pfand können sie mitgenommen und an jeder Ausgabe-stelle zurückgegeben werden. An dem umweltfreundlichen Poolsystem beteiligen sich aktuell 43 Verkaufsstellen, darunter neben Cafés, Bäckereien und Tankstellen auch die Cafeterien an der Universität Bremen und der Jacobs-University.

Mit den 17 Zielen für eine bessere Welt hat sich die internationale Staatengemeinschaft im Jahr 2015 verpflichtet, sich für eine nachhaltige wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung einzusetzen. Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen verfolgen einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz und beziehen neben den Ländern des globalen Südens auch die Industrieländer im globalen Norden ein.