Sie sind hier:

Stellungnahme zu "Erasmus" in Brüssel verabschiedet

EU-Bildungsprogramm: Europäischer Ausschuss der Regionen beschließt Stellungnahme zum Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission

Staatsrätin Ulrike Hiller und EU-Kommissar Tibor Navracsics | © European Union / Patrick Mascart , jpg, 259.2 KB
Das Foto zeigt Staatsrätin Ulrike Hiller mit EU-Kommissar Tibor Navracsics.
© European Union / Patrick Mascart

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) hat an diesem Mittwoch nach einer Diskussion mit dem für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zuständigen EU-Kommissar Tibor Navracsics eine Stellungnahme zum Verordnungsvorschlag der Europäischen Kommission für das Nachfolgeprogramm von „Erasmus+“ verabschiedet.

Die Stellungnahme, die besonders die Situation vor Ort in Städten, Kommunen und Länder darstellt, wurde in den vergangenen Monaten von der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt Bremens beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit zusammen mit vielen Akteuren in Bremen und Brüssel erarbeitet.

Staatsrätin Ulrike Hiller, die zugleich Vorsitzende der Deutschen Delegation im Ausschuss der Regionen ist, betonte: "Mir ist es besonders wichtig, dass mehr Auszubildende die Chance haben, Europa besser kennen zu lernen. Für Studierende ist dies heute schon fast selbstverständlich; das muss auch für junge Berufstätige so sein. Dafür brauchen wir Unternehmen, die sich stärker europäisch engagieren und dabei Unterstützung erhalten. Es ist gut, dass in der Vorlage ein differenzierter Ansatz für alle entwickelt wird. Bildung kennt keine Grenzen und sollte lebenslang vom Kindergarten bis zur Volkshochschule und Senioren-Universität möglich sein. Wir werden als Bremer Senat alle unterstützen, die künftig an dem Programm teilhaben wollen!"

Fördermittel sollen ab 2021 verdoppelt werden

Der neue Programmentwurf sieht vor, die Fördermittel für "Erasmus" ab 2021 zu verdoppeln und die Zahl der Teilnehmenden zu verdreifachen. Zudem sollen verstärkt Menschen mit weniger Chancen erreicht werden. Neu hinzugekommen ist zudem der Programmteil "DiscoverEU": Er bietet 18-Jährigen die Chance, Europa kostenlos per Interrail zu erkunden.

"Diese Möglichkeit, mit dem Zug selbst Europa zu erkunden und zu lernen, wie schön und vielfältig unsere Union ist, sollte eigentlich für alle Jugendlichen in der EU möglich sein. Dafür braucht es privates Engagement, damit es nicht nur von öffentlichen Mitteln finanziert wird. Hier gibt es noch viel zu tun!" betonte Staatsrätin Hiller.

Die Stellungnahme wird nun der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union vorgelegt und fließt in deren Beratungen ein.